Die Strecke ist im Traumzustand
Nicht nur der slowenische FIS-Delegierte Gorazd BEDRAČ (Rennleiter in Marburg) war bei der Begehung
am Samstag voll des Lobes für die Bergbahnen, den Skiclub und die Organisatoren der beiden Weltcup-
Klassiker in Lienz. Innerhalb von nur 6 Tagen! wurde mit vielen freiwilligen Helfern und der Unterstützung
des Bundesheeres eine Traumpiste auf den Hochstein gezaubert.
Es folgte dann noch eine Präparierung mit dem Balken bis Sonntag Abend, so dass den prognostizierten
milderen Temperaturen der nächsten Tage gelassen entgegengeblickt werden kann.
„Die angesagten Plusgrade werden der Strecke nichts anhaben können“, so der Kommentar von
Rennleiter Siegfried Vergeiner, der einen besonderen Dank seinem ganzen Team sagen will.
Rennmäßigen Test bestanden.
Ein Teil der österreichischen Skidamen (der Großteil des Teams hat ja anstrengende Tage mit Rennen
in Aare und Val d’Isere hinter sich) konnte diesen Umstand dann am Montag nachmittag noch nutzen, um
ein paar Trainingsläufe am Schlossberg zu absolvieren. Angeführt von Technik-Chefcoach Günther
Obkircher waren alle ebenso begeistert wie der FIS-Delegierte.
Beim anschließenden Pressegespräch im neuen Grandhotel Lienz, einer wirklichen Hotelperle Tirols,
waren die Top-Slalomläuferinnen Marlies Schild, Michaela Kirchgasser sowie Nachwuchshoffnung Carmen
Thalmann guter Dinge.
„Der Hang ist in perfektem Zustand, beinhart und griffig, also ideal für einen schnellen Schwung“, so
Marlies Schild, die sich nach ihrem Comeback immer unter den Top Sechs platziert hat. Nach den
rennmäßigen Belastungen fühlt sie sich wieder topfit und spekuliert damit, dass jetzt in Lienz der
1. Sieg der Saison fällig sein könnte, „natürlich müssen dabei viele Faktoren zusammenpassen“.
„Die tolle Atmosphäre in Lienz mit dem Zielstadion direkt in der Stadt ist schon was Besonderes und
motiviert uns Läuferinnen noch zusätzlich“, ergänzt Michi Kirchgasser, die Osttirol ja Bestens von der
diesjährigen Sommertrainingswoche mit Gipfelsieg am Großglockner kennt und jetzt natürlich auch den
Schlossberg mit einem Stockerlplatz erobern will.
Nach der ehemaligen Slalom-Weltcupsiegerin Sabine Egger hat auch Kärnten wieder eine
Zukunftshoffnung. Mit Top-Ergebnissen in den vergangenen Europacup-Slaloms freut sich Carmen
Thalmann auf ihr „Heimrennen“, ist sie doch nur 30km von Lienz entfernt, in Berg im Drautal, zu Hause.
„Mir taugt der Hang ebenso. Ich hoffe natürlich, dass sehr viele Kärntner Fans zu meinem 1.
Weltcuprennen in Lienz kommen, ich eine Topleistung abrufen kann und dann ergibt sich ein für mich
optimales Ergebnis eh von selbst.“
Die Skidamen haben jetzt ein paar Tage Pause verdient, werden Weihnachten gemütlich im Kreise ihrer
Familien feiern – meist sehr traditionell und bodenständig, wie sie gestern verraten haben - und freuen
sich schon, mit neuen Energien aufgetankt, auf tolle Rennen in Lienz.
Foto: Malies Schild, Michaela Kirchgasser und Nachwuchshoffnung Carmen Thalmann beim Training am Hochstein.
Foto: EXPA Pictures